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Autor: JU-Bezirksvorsitzender Andreas Schalk
Anlässlich der aktuellen Pläne der bayerischen Staatsregierung zur Neuregelung der Sperrstunde in Bayern erklärt der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Mittelfranken, Andreas Schalk:
„Die Junge Union lehnt die Pläne der bayerischen Staatsregierung zur Wiedereinführung einer Sperrstunde in Bayern klar ab. Das haben die über 100 Teilnehmer des diesjährigen Frankentreffens der Jungen Union am vergangenen Wochenende deutlich gemacht. Das Anliegen des bayerischen Innenministers, Jugendliche von übermäßigem Alkoholkonsum abzuhalten, ist gut und richtig. Mehr Eigenverantwortung, Selbstkontrolle und eine wirkliche Debatte über die Ursachen von Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen sind dringend nötig.
Die Einführung einer landesweiten Sperrstunde ist aber der falsche Weg. Das sog. „Koma-Saufen“ kommt in den meisten Fällen bei Jugendlichen unter 18 Jahren vor, die öffentliche Gasstätten nach 24 Uhr ohnehin nicht besuchen dürfen, weshalb die eine Sperrstunde hier auch nicht greifen würde. Leidtragender einer solchen Regelung wäre also neben der Gastronomie vor allem die große Mehrheit der volljährigen Menschen, die friedlich feiern und sich dabei nicht bis zur Besinnungslosigkeit betrinken wollen.
Wo lokal dennoch gehäuft Probleme auftreten, sei es durch Gewaltakte, Alkoholismus oder Ruhestörung, sollen und können diese auch lokal gelöst werden. Das stärkt die Souveränität der Kommunen und die Verantwortung der kommunalen Mandatsträger, die die Situation vor Ort am besten beurteilen können.
Nachdem im Jahr 2005 die landesweite Sperrstunde abgeschafft und auf eine sog. „Putzstunde“ (zwischen 5:00 und 6:00 Uhr) reduziert wurde, wäre die Neuauflage einer bayernweiten Sperrstunde auch im Sinne politischer Gradlinigkeit und Verlässlichkeit wenig hilfreich.“